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Auf dem Weg zurück in Richtung Ziel

Aufgrund der Pandemie musste der Generali Berliner Halbmarathon 2020 ausfallen, im letzten Jahr wurde er in den August verschoben. Am 3. April wird er als erster großer deutscher Straßenlauf des Jahres mit internationaler Bedeutung wieder stattfinden

TEXT Jörg Wenig

Endlich. Erstmals seit 2019 kann der Generali Berliner Halbmarathon über die genau 21,0975 km lange Distanz wieder zum angestammten Termin im Frühjahr stattfinden.

Nach zwei schwierigen Jahren für den Laufsport scheint langsam wieder mehr Normalität in diesen Event-Sektor zurückzukehren. Während noch nicht alle Veranstaltungen – wie ursprünglich geplant – im Frühjahr stattfinden, sind es doch etliche, die in den nächsten Wochen gestartet werden.

In Deutschland sollen neben dem Generali Berliner Halbmarathon unter anderem die Marathon-Klassiker in Hamburg (24. April) und Hannover (3. April) stattfinden. Auf europäischer Ebene kehren zum Beispiel der Paris- (3. April), der Rotterdam- (10. April) und der Wien-Marathon (24. April) ins Frühjahr zurück. Hier werden jeweils gute fünfstellige Läuferzahlen erwartet. Nochmals in den Herbst verschoben wurde dagegen der London-Marathon.

Bei der 41. Auflage des Generali Berliner Halbmarathon erwarten die Veranstalter von SCC-Events am 3. April eine Teilnehmerzahl von rund 25.000 Läufern. Damit werden zwar noch nicht die Größenordnungen aus den Zeiten vor der Pandemie erreicht, doch ein derartiges Starterfeld wäre angesichts der Situation sicherlich schon sehr beachtlich. Den Teilnehmerrekord verzeichneten die Veranstalter vor vier Jahren: 2018 wurden rund 36.000 Läufer registriert. Im vergangenen Jahr waren es im August knapp 21.000, die unter 3G-Corona-Regeln gemeldet hatten. Welche Bedingungen für den Generali Berliner Halbmarathon für die Teilnehmer gelten, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Aufgrund der erfolgreichen Umsetzungen der Hygiene-Konzepte beim Halbmarathon sowie beim BMW Berlin-Marathon im vergangenen Jahr können die Organisatoren gegebenenfalls schnell auf vorhandenes Know-how zurückgreifen.

Auf dem Gelände des früheren Flughafens Tempelhof soll an den beiden Tagen vor dem Generali Berliner Halbmarathon wieder die Sportmesse stattfinden. Hier müssen sich alle Teilnehmer ihre Startunterlagen abholen. In Tempelhof wird auch ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten mit Themen rund um das Laufen, einem sportmedizinischen Service und Catering.

BMW BERLIN-MARATHON

Unverändert wird die Streckenführung beim Generali Berliner Halbmarathon sein. Seit 2019 befindet sich das Start-Ziel-Gebiet analog zum BMW Berlin-Marathon auf der Straße des 17. Juni in der Nähe des Brandenburger Tores. Der Kurs führt die Läufer dann zunächst durch den Tiergarten in Richtung Ernst-Reuter-Platz. Das Schloß Charlottenburg, der Kurfürstendamm, die Tauentzienstraße, der Potsdamer Platz, der Gendarmenmarkt und Unter den Linden sind weitere markante Streckenpunkte, bevor es durch das Brandenburger Tor zum Ziel geht. Die Strecke ist flach und dadurch sehr gut geeignet, um schnelle Zeiten beziehungsweise persönliche Rekorde aufzustellen.

Spitzensportlich wird der Generali Berliner Halbmarathon wieder sehr gut besetzt sein. Dabei könnte es sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen eine Jagd auf die bestehenden Streckenrekorde geben. Mit einer Weltklasse-Bestzeit von 58:07 Minuten führt der Kenianer Abel Kipchumba das Feld an. Damit ist er der sechstschnellste Halbmarathonläufer aller Zeiten. Und sein persönlicher Rekord ist bereits 35 Sekunden schneller als die Berliner Kurs-Bestzeit (58:42). Bei den Frauen ist die Ausgangssituation genauso: Die Kenianerin Sheila Chepkirui steigerte sich vor kurzem auf 64:36 und lief damit ebenso deutlich schneller als der Berliner Rekord. Der Streckenrekord steht hier bei 65:16 Minuten.

Es könnte beim Generali Berliner Halbmarathon sogar noch eine dritte Rekordjagd geben. Denn dem voraussichtlich stärksten deutschen Läufer, Amanal Petros (TV Wattenscheid), ist zuzutrauen, seinen nationalen Rekord von 60:09 zu unterbieten. Er könnte als erster Deutscher die Halbmarathon-Schallmauer von einer Stunde unterbieten. Es gibt in der Geschichte des größten deutschen Halbmarathons bisher nur einen europäischen Läufer, dem es gelang unter 60:00 Minuten zu laufen: Der Spanier Fabián Roncero siegte 2001 mit 59:52, stellte damit einen kontinentalen Rekord auf und knackte als erster Europäer die Stunden-Barriere.

Auf dem Weg zurück zur Normalität im Laufsport plant SCC-Events nach dem Generali Berliner Halbmarathon auch wieder mit den früheren, traditionellen Frühjahrsveranstaltungen. So soll am 14. Mai im Tiergarten der Berliner Frauenlauf mit den Distanzen 5 oder 10 km ebenso stattfinden wie die Team-Staffel über 5 x 5 km vom 15. bis 17. Juni an gleicher Stelle.

Angezählt

Insgesamt
15.096
Teilnehmer aus 130 Nationen
waren beim Generali Berliner Halbmarathon 2021 auf den Straßen der Hauptstadt aktiv dabei.

Unter einer Stunde

Die Bestzeit beim Berliner Halbmarathon 2021 hält bei den Männer Felix Kipkoech aus Kenia mit 0:58:57.

750
Kalorien
verbrennt ein durchschnittlicher Läufer nach Schätzungen, wenn er eine Stunde läuft. Der tatsächliche Kalorienverbrauch ist aber individuell verschieden und hängt von Faktoren wie Körpergröße, Trainingslevel und Temperatur ab.

„Irgendwann wurde mir klar, dass Laufen sehr viel mehr für mich ist, als um Platz und Sieg zu laufen“

Dieter Baumann,
Langstreckenläufer und Olympiasieger

2.479
Sportvereine
gibt es derzeit – Stand 2021 – in Berlin.

Besenwagen

Das Wort ist eine Übertragung vom französischen „voiture-balai“ und bezeichnet einen alten Hochzeitsbrauch, bei dem am Ende eines Hochzeitsumzuges ein Wagen mit Besen fährt. Häufig kommt der „Besen wagen“ bei Straßenradrennen oder Marathonläufen zum Einsatz. Er bezeichnet ein Fahrzeug, das Teilnehmer mitnimmt, die wegen Erschöpfung, Krankheit oder Verletzung aufgeben müssen.

Mit
14.125
Sportlerinnen und Sportlern
verzeichnet der Berliner Leichtathletik-Verband im Jahr 2020 einen neuen Mitgliederrekord.

„Es gibt Sportler, die es nie zu Olympia schaffen, ich bin seit 30 Jahren auf Olympia-Level“

Claudia Pechstein,
Eisschnellläuferin, nach ihrer Rückkehr aus Peking

ERDINGER Alkoholfrei

Ein Lauftalent startet durch

Locker und ohne Druck geht Blanka Dörfel (rechts im Bild) ihre Rennen an. Vielleicht ist das ihr Erfolgsgeheimnis.
Locker und ohne Druck geht Blanka Dörfel (rechts im Bild) ihre Rennen an. Vielleicht ist das ihr Erfolgsgeheimnis. FOTO Norbert Wilhelmi

Die 19-jährige Blanka Dörfel aus Bernau gilt als große Nachwuchshoffnung – 2021 war sie die zweitschnellste Juniorin im Halbmarathon weltweit

Mit Blanka Dörfel hat das „Marathon Team Berlin“ eine große deutsche Nachwuchshoffnung beim Generali Berliner Halbmarathon am Start. Das Elite-Laufteam des Veranstalters SCC Events wurde vor einigen Jahren mit dem Ziel gegründet, mittelfristig hoffnungsvolle, junge Athleten zumindest in die europäische Spitze zu führen. Mit der erst 19-jährigen Blanka Dörfel könnte dies nun gelingen.

2021 stellte Dörfel bereits im vierten Jahr in Folge in allen von ihr gelaufenen Distanzen persönliche Bestzeiten auf. Ein Stück weit mag dies normal sein, schließlich ist die Läuferin aus Bernau, die derzeit im Sport-Internat in Cottbus in den letzten Zügen der Abiturprüfungen steckt, noch mitten in der Entwicklung. Doch die Steigerungen waren enorm. Und so wurde Dörfel 2021 als deutsche Nachwuchsläuferin des Jahres ausgezeichnet.

Was ihre Leistungen angeht, waren die zwei deutschen Juniorinnen-Rekorde im Halbmarathon in der Altersklasse der unter 20-Jährigen die Höhepunkte des Jahres für die junge Frau: 1:12:31 Stunden lief sie zunächst in Dresden, 1:11:54 ließ sie dann in Hamburg folgen. Damit war sie 2021 sogar die zweitschnellste Juniorin weltweit!

Blanka Dörfel begann ihre Sportkarriere in einer völlig anderen Disziplin – beim Trampolin-Turnen.
Blanka Dörfel begann ihre Sportkarriere in einer völlig anderen Disziplin – beim Trampolin-Turnen. FOTO Norbert Wilhelmi

Die erste Sportart, die Dörfel betrieb, war allerdings eine ganz andere: Trampolin-Turnen. „Ab der 5. und bis zur 7. Klasse habe ich das gemacht.“ Durch eine Grundschulfreundin kam sie dann zur Leichtathletik: „Dann wurde ich gefragt, ob ich nicht mal die Aufnahmeprüfung für die Sportschule in Cottbus machen möchte.“ Es kam, wie es kommen musste: „Trampolin oder Leichtathletik – die Entscheidung fiel mir allerding sehr leicht. Denn dass ich laufen wollte, war schon immer klar“, sagt Dörfel. „Und da ich beim Laufen auch meine besten Leistungen zeigen konnte, wollte ich einfach gar nichts anderes.“

Seit ihrem zwölften Lebensjahr ist Dörfel auf dem Sport-Internat in Cottbus. „Anfangs war es sehr schwer, mich von meiner Mutter zu verabschieden und nur am Wochenende daheim zu sein“, erzählt Dörfel, die seit rund anderthalb Jahren von Dieter Hogen trainiert wird. Da der Coach, der in den 1990er Jahren eine Reihe von Athleten zu großen internationalen Marathon-Siegen geführt hat, in Berlin lebt, hat er in Cottbus fachkundige und bewährte Unterstützung gesucht und gefunden: Um die Vor-Ort-Betreuung von Dörfel kümmert sich Dietmar Bittermann. Er ist der Coach, der 1992 Stephan Freigang zur sensationellen Marathon-Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Barcelona geführt hat.

„Es läuft alles gut – Blanka ist gesund, enthusiastisch und hat Spaß“, sagt Hogen. „Wenn sie im April die Schule beendet hat, wird sie danach sicherlich die Möglichkeit haben, sich professioneller auf Wettkämpfe vorzubereiten und spezifischer zu trainieren, was bisher noch gar nicht der Fall war. Aber wir machen da gar keinen Stress.“

Locker und ohne Druck wird Dörfel daher auch beim Generali Berliner Halbmarathon starten. „Sie wird aus dem Training heraus laufen, es gab keine besondere Vorbereitung auf dieses Rennen und es gibt auch kein Zeitziel“, sagt Hogen. Die 19-Jährige soll einfach so laufen, wie sie sich wohlfühlt. Das hat bereits im vergangenen Jahr gut funktioniert und überraschend starke Leistungen hervorgerufen. Nach ihrem deutschen Juniorinnen-Rekord im Halbmarathon in Dresden hatte Dörfel gesagt: „Der Rekord war nicht die Zielstellung. Ich bin einfach nach Gefühl gelaufen und auch ohne Uhr.“

Und vielleicht macht Blanka Dörfel beim Generali Berliner Halbmarathon den nächsten Sprung – ganz ohne Trampolin. Jörg Wenig

Die Starter des „Marathon Team Berlin“

Eine Reihe von Athleten des „Marathon Team Berlin“, dem neu benannten Elite-Laufteam des Halbmarathon-Veranstalters SCC Events, werden am 3. April an den Start gehen

Bei den Frauen ist dies neben Blanka Dörfel vor allen Deborah Schöneborn. Die 27-jährige Berlinerin hatte beim Olympia-Marathon im vergangenen Sommer mit Platz 18 überrascht. Der Generali Berliner Halbmarathon wird nun ihr wichtigster Wettkampf seit den Spielen und ein Test im Hinblick auf die weitere Saison. Höhepunkt des Jahres könnte dann der Marathon bei den Europameisterschaften in München sein. Über die Halbmarathon-Distanz hat Schöneborn bisher eine Bestzeit von 1:11:40 Stunden vorzuweisen. Die 27-Jährige könnte auf der schnellen Berliner Strecke ihren persönlichen Rekord ebenso unterbieten wie Christina Gerdes. Die Läuferin des „Marathon Team Berlin“ steigerte sich im vergangenen Jahr in Hamburg auf 1:16:28. Außerdem startet Katja Fischer, die bisher eine Zeit von 1:15:18 erreichte.

Bei den Männern zeigte zuletzt Johannes Motschmann eine gute Entwicklung. Der 27-jährige Läufer des Berliner Teams verbesserte sich im Marathon 2021 auf 2:12:18 Stunden und hat damit gute Chancen auf einen Start bei den Europameisterschaften. Beim Generali Berliner Halbmarathon könnte Motschmann seine Bestzeit von 1:02:42 unterbieten. Während der erfahrene Philipp Pflieger, der im Halbmarathon bisher 1:02:50 erreichte, ebenso EM-Startchancen hat, ist mit Fabian Clarkson (Bestzeit: 1:05:52) ein weiterer Läufer des „Marathon Team Berlin“ dabei.

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Blanka Dörfel begann ihre Sportkarriere in einer völlig anderen Disziplin – beim Trampolin-Turnen. FOTO Norbert Wilhelmi

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Blanka Dörfel begann ihre Sportkarriere in einer völlig anderen Disziplin – beim Trampolin-Turnen. FOTO Norbert Wilhelmi


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